Das Wien - E-Book der aktuellen Ausgabe

DAS WIEN POLITIK 30 E r tauschte die Funktion des Wiener Vizebürgermeisters gegen die eines Klubchefs der FPÖ im Parlament – Mag. Johann Baptist Björn Gudenus (41). Zu- letzt attackierte Gudenus den US-Milliardär Soros. „Das Wien“ sprach mit dem FP-Klubchef und Nationalratsabgeordneten über aktuelle politische Themen. Das Wien: Herr Mag. Gudenus – in den letzten Tagen wurde Ihre Äu- ßerung über den ungarischstäm- migen US-Milliardär George Soros mehrfach kritisiert. Er soll Ihren Informationen zufolge „Migranten- ströme nach Europa unterstützen“. Unterstützen Sie mit dieser Aussage den ungarischen Regierungschef Orban? Gudenus: Das hat nichts mit Or- ban zu tun, sondern mit meiner Meinung! Der Wahlkampf, den Viktor Orban betrieben hat, ist seine Sache. Ich habe das damals in einem Presse-Interview gesagt, weil ich über Soros und seine Tä- tigkeiten gefragt worden bin. Ich verweise auf eine kürzlich veröf- fentlichte Studie der Soros Open Society Fondation über die Regle- mentierung islamischer Kleidung in den EU-Staaten, also über die gesetzliche Behandlung von mus- lemischen Frauen und ihre Ver- schleierungen. Dabei wurde fest- gestellt, dass es vier Staaten gibt, wo solche Regelungen besonders restriktiv gehandelt werden, eben auch in Österreich. Auch wegen der Regierungsbeteiligung der FPÖ, die der Herr Soros als sehr rechtsradial einstuft. Gut – Kritik halte ich aus. Aber wenn wir kri- tisiert werden, dann dürfen wir auch den Herrn Soros kritisieren. Diese Soros-Stiftung tritt ja da- für ein, dass Muslima sich weiter verschleiern können. Mit anderen Worten – Herr Soros oder seine Stiftung machen sich für die Mos- lemisierung stark, also für die Zu- wanderung aus islamischen Staa- ten nach Europa. Nichts anderes habe ich auch gesagt. Es gibt Hinweise, denen zufolge er für ein Massenasylwesen eintritt. Pro Jahr sollen eine Million Asylwer- ber nach Europa kommen und die EU soll eine Billion Euro ausgeben, umdie Herkunftsstaaten zu unter- stützen. Ohne Gegenleistung. Wir sind schon für eine Entwicklungs- Zusammenarbeit, aber nicht für ein Fass ohne Boden. Die EU-Mit- gliedstaaten sollen sich also ver- schulden, um eine Massenzuwan- derung zu ermöglichen? Das sind doch Punkte, die man mit einem gesunden Hausverstand nicht un- terschreiben kann. Das Wien: Sie waren Wiener Vi- zebürgermeister und sind jetzt Klubobmann im Parlament. Gibt es einen Unterschied? Gudenus Auf jeden Fall! Ich habe zwölf Jahre Oppositionsarbeit betrieben, zunächst als Abge- ordneter, dann als Klubobmann, seit 2015 als erster freiheitlicher Vizebürgermeister von Wien. Es war eine interessante Zeit. Ich habe mich jetzt entschieden, als Klubobmann einer Regierungs- partei ins Parlament zu gehen. Man hat bundesweit viele Ge- staltungsmöglichkeiten. Schon in den letzten Monaten war die türkis-blaue Regierungsarbeit sehr erfolgreich. Mir macht es viel Freude, sinnvolle Maßnahmen im Parlament in Gesetze zu gießen. Es gilt ja, Österreich zu verändern und Reformen anzugehen. Die neue Regierung ist ein Segen für Österreich. DasWien: EinWort zur Wien-Wahl. Es gibt Gerüchte einer möglichen Vorverlegung… Gudenus: Es ist nicht auszuschlie- ßen, dass der Herr Ludwig, der bald zum Bürgermeister gekürt wird, die Flucht nach vorne an- tritt. Wie bei der Untersuchungs- kommission zum Krankenhaus Nord. Er will reinen Tisch machen und mit der Vergangenheit nichts zu tun haben. Er ist aber als lang- jähriger Stadtrat Teil dieser Ver- gangenheit von Rekord-Arbeits- losigkeit, Rekord-Schulden und Rekord-Zuwanderung. Ich denke, dass die Wahl vorverlegt werden könnte. Ich bin aber kein Prophet. DasWien: Bleibenwir bei der Wahl –werdenSie Spitzenkandidat der FP für das Bürgermeisteramt in Wien? Gudenus: Das kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten. Ich werde einmal schauen, wie es läuft – auf Bun- desebene und in Wien. Eines ist aber klar – dass nämlich H.-C. Strache unser bestes Pferd im Stall ist. Er ist aber auch ein erfolg- reicher Vizekanzler. Für mich steht fest – ich werde da mithelfen, wo man mich braucht. Ich bin ein Teamspieler. Mir geht es darum, unser Land weiterzubringen. Ob in Wien oder auf Bundesebene… Das Wien: Ihr Parteikollege Vi- zebürgermeister Nepp fordert die Abschaffung der „nicht amtsfüh- renden Stadträte“ in Wien… Gudenus: Das ist vollkommen richtig und unsere Parteilinie! Wir können nichts für dieses System. „Wir sind Realisten und keine Rassisten“ „DasWien“ im Gespräch mit FP- Klubobmann Johann Gudenus. FP-KlubobmannMag. JohannGudenus:„Ich lebe für die Politik ...“ ©FotoWilke

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