Das Wien - E-Book der aktuellen Ausgabe

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DAS WIEN KULTUR 10 EinSchluckzuviel Gewinnfrage: Wer führte beim Stück Regie? a) Pola Claricini oder b) Steven Spielberg E-Mail-Adresse: marketing@das-wien.at Betreff: Gloria T heater Einsendeschluss: 16. 02. 2018 3 x 2 Karten Ein Schluck zuviel -Hochprozentiger Theaterspass mit Gerald Pichowetz 3. März 2018 um 15.00 Uhr Gloria Theater GewinnenSie mitDasWien! V ondiesemRausch erholen sich die Lachmuskeln nur langsam: In der Komödie von Pierre Chesnot erwacht ein überaus seriöser Mann im Bett einer ihm völlig fremden jungen Frau. Sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht. Es muss jedenfalls eine feuchtfröhliche Nacht ge- wesen sein. Genauso rätselhaft wie die neue Bekanntschaft, kommt dem Unwissenden auch die Riesensumme in seiner Ta- sche vor. Überraschend taucht dann noch der Ehemann der jungen Dame auf, gefolgt von einem Kriminalkommissar und einem Gangster. Eines ist sicher: Es war ein Schluck zu viel! Regie: Pola Claricini mit Elisabeth Osterberger, Ros- witha Straka, Lisa-Lena Tritscher, Gerhard Huber, Gregor Krontha- ler, Franz Mifkovic, Markus Mit- terhuber, Robert Notsch und Gerald Pichowetz Vorstellungen: bis 8. April 2018 Ort: Gloria Theater, Prager Straße 9, 1210Wien Info: Tel.: 01 278 54 04 www.gloriatheater.at weist sie uns einen gangbaren Weg. Durch alle Wirren unserer hektischen Zeit. Es geht nicht nur um eine Belustigung des Publikums, sondern um Ver- breitung von Harmonie auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Als Intendant verstehe ich es nicht, dass der Komödie bei ver- antwortlichen Kolleginnen und Kollegen nicht jene Bedeutung zukommt, die sie eigentlich ver- dient. Wer gerade in letzter Zeit den Spielplan diverser Bühnen studiert, wird diese Form kaum noch finden, ausgenommen be- kannte Stücke der Weltliteratur. Dabei lebt auch das Kabarett in gewisser Weise davon, zeigt in locker und lustiger Form bürger- liche Probleme und Fehler auf. Das Fest zu Ehren des Dionysos, wie die Komödie einst bezeich- net wurde, soll Unzulänglich- keiten aufzeigen, soll uns einen Spiegel vorhalten und Kritik auf eine Weise vermitteln, mit der wir alle umgehen können. Und das geschieht seit Jahrtausen- den. Das Gloria Theater im 21. Wiener Bezirk lockt mit dem hochprozentigen Theaterspaß „Ein Schluck zu viel“. Die Zu- schauer flüchten aus dem Alltag und amüsieren sich über komi- sche Figuren, Irrtümer und Ver- wechslungen. Sie genießen die Komödie – mit einem ordentli- chen Schuss Kritik an alle Gesell- schaftsschichten. Komödie nicht unterschätzen! D er deutsche Dichter Hein- rich Heine schrieb einmal der über diese leider oft unter- schätzte Form des Dramas: „Bis auf den letzten Augenblick spie- len wir Komödie mit uns selber!“, Damit hat Heine nicht nur uns Schauspieler gemeint – nein. So gesehen ist jeder von uns sein eigener Darsteller auf der auf- regenden Bühne des Lebens. Und wenn wir uns das schon aussuchen könnten, sehen wir uns lieber in einem Lustspiel mit lösbaren Konflikten und durch- schaubaren Handlungen als in einer tödlichen oder schaurigen Tragödie. Damit sindwir schon beimPunkt – die Komödie mit ihrer unter- haltsamen Grundstimmung zeigt optimistische Züge und durch ihre übertriebene Darstel- lung menschlicher Schwächen Von Gerald Pichowetz, Schauspieler, Dancing-Star

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