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Wien: Berittene Polizei für mehr Sicherheit?

Trotz massiver Kritik – Innenminister Herbert Kickl hält an diesen Plänen fest. Probebetrieb startet im Frühjahr des nächsten Jahres.

Im Frühjahr 2019 – also in rund einem Jahr – soll der Testbetrieb für die berittene Polizei in Wien starten! Das plant zumindest Innenminister Herbert Kickl (FP). Die berittene Polizei soll u. a. bei Fußballspielen zum Einsatz kommen. Noch vor dem geplanten Probegalopp gibt es aber bereits Proteste von den verschiedensten Seiten. Davon zeigt sich der blaue Minister allerdings unbeeindruckt. Kickl besuchte kürzlich die Münchner Polizei-Reitstaffel und nahm selbst auf einem Pferd Platz. Ein positives Ergebnis im Probebetrieb vorausgesetzt könnte die Bundeshauptstadt wieder eine berittene Polizei erhalten, heißt es dazu aus dem Innenministerium.

Für den anspruchsvollen Polizeidienst werden nur die nervenstärksten Tiere ausgesucht. Die Pferde sollen an akustische und optische Reize gewöhnt werden, auch an ungewöhnliche Berührungen. Regelmäßig müssten Pferde und Reiter spezielle Trainings absolvieren.

Nach Auskunft der Münchner Polizei, die seit 120 Jahren eine Reiterstaffel führt, stärke diese Abteilung das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Und zur Kritik von Tierschützern ein Sprecher der Münchner Polizei: „Wenn es allen Pferden so gut gehen würde wie unseren Tieren, wäre die Welt gerechter“. Ein Pferd verbringt durchschnittlich 15 Jahre „im Dienst“. Für Wien ist zunächst einmal eine Staffel mit zwölf Pferden vorgesehen, etliche Polizisten hätten sich laut Ministerium bereits als mögliche Reiter freiwillig gemeldet. Ein scharfer Wind bläst dem Minister von der Gewerkschaft entgegen. So heißt es in einem Schreiben: „Die Polizeigewerkschaft lehnt eine solche Maßnahme ab und spricht sich ganz entschieden gegen einen Probebetrieb und die Installierung einer berittenen Polizei in Wien aus. Zudem sei das Einsatzgebiet von berittenen Einheiten eher touristisch als exekutivdienstlich zu werten.

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