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Gerald Pichowetz
© Adrian Batty

Kultur

Vorhang auf

Von Gerald Pichowetz, Schauspieler, Dancing-Star

„Mach kein Theater!“

Sie kennen diese drei Wörter? Sie verwenden Sie auch immer wieder? Warum bitte, soll man eigentlich kein Theater machen? Es ist doch eine schöne Sache, wenn man hohe Dichtkunst oder feurige Musik auf eine Bühne bringen kann. Ja – in der Umgangssprache bedeutet dieser Satz so viel wie „Mach keine Schwierigkeiten“ oder „…keinen Unsinn“. Natürlich haben Sie auch schon den Spruch „Alles nur Theater“ gehört. Hier fließen Aspekte der Unehrlichkeit, des Täuschens, des Aufbegehrens und des unehrlichen Tuns in die Bedeutung dieser Aussage hinein. Warum eigentlich? Theaterproduktionen umfassen doch Feuerwerke der Fantasien, sinnige Texte, romantische Abenteuer, kunstvolle Wortspiele und dramatische Szenen. Was sagt Ihnen „Theaterdonner“? Diese Bezeichnung war ursprünglich im engeren Sinne eine Vorrichtung in einem Theater zur Imitation eines donnerndes Geräusches, beispielsweise eines Blitzschlages oder von Gewitterwolken. Schon die Griechen sollen in den Mysterienspielen künstlichen Donner verwendet haben. Dieser Begriff wird schon lange und heute ausschließlich als Metapher verwendet, im Sinne von „Schall und Rauch“.

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