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Der „blaue“ Klubobmann Anton Mahdalik im Sommergespräch
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Interview | Politik

Krankenhaus Nord-Affäre: „Aufklärung ist überfällig!“

„Das Wien“-Sommergespräch mit dem Wiener FP-Klubobmann Anton Mahdalik. Er kritisiert die Verkehrspolitik in der Bundeshauptstadt und die problematische Situation am Praterstern.

Das Wien: Herr Klubobmann, wie sieht die aktuelle Situation rund um die „Endlosgeschichte“ Lobautunnel aus? Und – um beim Verkehr zu bleiben – bei der Parkpickerl-Ausweitung?
Anton Mahdalik: Seit der Entscheidung des Verwaltungsgerichts, den geplanten Bau der Wiener Nordostumfahrung sowie des Lobautunnels umzusetzen, versteckt sich die zuständige grüne Verkehrsstadträtin wohl hinter ihrer Bürotür. Anfänglich hat es ihrerseits noch lautstarke Proteste gegeben, dass der Bau des Lobautunnels ein Milliardengrab sei – viel mehr konnte man aus ihrem Büro allerdings nicht vernehmen. Von einer raschen Umsetzung des Bauprojekts kann man in Wien also nur träumen. Leidtragende sind wie immer bei der grünen Verkehrspolitik die Wiener Autofahrer, die nun weiterhin auf den Bau des längst überfälligen Verkehrskonzepts warten müssen. Interessant wird diesbezüglich allerdings sein, wie sich Verkehrsstadträtin Vassilakou argumentativ gegen den Bau wehren wird – schließlich kann sie sich nicht ewig im Sommerloch verstecken.
Dass Autofahrer grundsätzlich das Feindbild der Wiener Grünen sind ist kein Geheimnis – mit ihrer Ignoranz bzw. abwartenden Haltung hinsichtlich des Lobautunnels beweisen sie erneut, dass sie Verkehrspolitik aus rein ideologischen Gründen betreiben wobei die Sinnhaftigkeit ihrer Konzepte zu hinterfragen ist.
Zum Parkpickerl: Wir Wiener Freiheitlichen fordern schon jahrelang ein kostenloses Parkpickerl für ganz Wien einzuführen und eine Park & Ride-Offensive an den Stadträndern mit zumindest 25.000 zusätzlichen Stellplätzen zu starten. Diese und sämtliche Park & Ride-Anlagen der Stadt sollen für Netzkartenbesitzer der Wiener Linien kostenlos und für alle übrigen Autofahrer um den günstigen 1-Euro-pro-Tag-Tarif zu benützen sein.

Das Wien: Wie bewertet die Wiener FP aktuelle Ausbaupläne für die U-Bahn?
Anton Mahdalik: Der Ausbau der U-Bahn ist grundsätzlich begrüßenswert. Funktionieren kann dies aber wieder nur, wenn es an den Endstationen ausreichend und kostengünstige Parkmöglichkeiten für Pendler gibt. Oberste Priorität hat in diesem Zusammenhang die Verlängerung der U3 nach Schwechat und der U6 nach Stammersdorf.

Das Wien: Zum Dauerbrenner „Radverkehr in Wien“ – hat sich die Situation mittlerweile gebessert?
Anton Mahdalik: Dass die Radfahrer als die „Lieblinge“ der grünen Verkehrsstadträtin gelten ist kein Geheimnis. Dass sie für diese auch gerne mal tief in die Stadtkasse greift ist ebenfalls bekannt. Die von den Wiener Grünen angedachten Projekte hinsichtlich des Radverkehrs sind allerdings wahrlich übertrieben. Zwar bin ich selbst gerne mit dem Fahrrad unterwegs, ich weiß allerdings auch um die täglichen Probleme zahlreicher Autofahrer. Als zuständige Verkehrsstadträtin hat man die Aufgabe alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen zu unterstützen und nicht gegeneinander auszuspielen. Das hat Maria Vassilakou allerdings nicht auf ihrer Agenda.

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