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SP-Stadträtin Mag. Ulli Sima
© Peter Berger & Wolfgang Alberty - www.reporter.co.at

Interview

„Ja – in meinen Genen steckt viel Engagement für Politik!“

„Das Wien“-Gespräch mit SP-Stadträtin Mag. Ulli Sima. Die Umweltstadträtin engagiert sich für saubere Luft in der Millionenstadt. Tiere liegen ihr am Herzen. Die studierte Molekularbiologin setzt auf Sicherheit in den Öffis und „lebende“ Märkte. Freizeit zum Nulltarif soll ausgebaut werden. 

Wer das Vorzimmer der Wiener Stadträtin Mag. Ulli Sima (SP) im Rathaus betritt, weiß sofort, wofür die smarte Politikerin zuständig ist – für die Umwelt einer Millionenstadt! Auf einer Leuchtwand fliegt nämlich ein prächtiger Storch über naturbelassene Auen – über dunkelblaues, funkelndes Wasser und mächtige Bäume einer Bilderbuch-Landschaft. Dazu der Vermerk „Umwelt-Musterstadt Wien“. Weitere wichtige Aufgabenbereiche der gebürtigen Kärntnerin finden sich auf 15 kleinen Tafeln. Vom Tierschutz bis zu den Wiener Stadtwerken. Also vom Müll bis zu den Öffis, von der Energie bis zum Kanal. Die Politikerin und studierte Molekularbiologin, Jahrgang 1968, spricht mit Harald Raffer („Das Wien“) über die „Daseinsversorge“ einer Stadt, unser Klima, Marktverordnungen und den Tierschutz.

Das Wien: Sie sind bekanntlich die Enkelin des ehemaligen Kärntner SP-Landeshauptmannes Hans Sima. Haben Sie ihr politisches Talent geerbt?
Sima: Nun – ich habe ja Molekularbiologie studiert. Mein Großvater hat mit diesem Studium wenig anfangen können. Als ich dann für die SPÖ in den Nationalrat eingezogen bin, meinte er schmunzelnd: „Mit den Genen muss doch was stimmen“. Also lautet die Antwort „Ja“!

Das Wien: Als ehemalige Grüne und Sprecherin von Global 2000 gelten Sie als eine Art Bindeglied zum grünen Koalitionspartner. Wird die rot-grüne Koalition in Wien halten?
Sima: Ja – auf jeden Fall! Da wird halt oft viel zu diesem Thema geschrieben. Journalisten haben es gern, wenn man sich streitet oder vorzeitige Wahlen propagiert. Ich bin jetzt seit 14 Jahren in der Wiener Stadtregierung und ich kann mich an kein Jahr erinnern, wo es nicht geheißen hat, jetzt wird vorzeitig gewählt. Und wir haben nie vorzeitig gewählt. Wir haben uns jedenfalls immer bemüht eine Periode durch zuarbeiten, um anstehende Projekte umsetzen zu können. Aber natürlich gibt es mit einem Koalitionspartner immer wieder Diskussionen. Wir sind ja nicht eine Partei. Ich finde aber, dass wir bisher immer  fair mögliche Divergenzen gelöst haben. 

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