Aktuelles

Innenminister Herbert Kickl im Gespräch
© Peter Berger - www.reporter.co.at

Interview | Politik

„Innenminister ist für mich einfach der Traumjob!“

Im Kampf gegen den politischen Islam fordert Minister Herbert Kickl (FP) weitere Tatbestände im Strafgesetz. Im Exklusiv-Gespräch mit „Das Wien“ verrät der gebürtige Kärntner, dass er oft überlegt, wie Jörg Haider heute gewisse Probleme gelöst hätte.

Im geräumigen Büro des Innenministeriums im geschichtsträchtigen Palais in der Wiener Herrengasse empfängt Innenminister Herbert Kickl (FP) „Das Wien“ zu einem umfangreichen Exklusiv-Gespräch. Der graue Anzug des Politikers sitzt perfekt, dazu blaue Krawatte, weißes Hemd. Am Handgelenk ein schwarzer Zeitmesser. In einer Ecke stehen drei Fahnen – Österreich, EU und die Flagge der Polizei. Kickl – wie immer mit Brille und gepflegtem Vollbart – spricht mit Harald Raffer über seinen Kampf gegen den Asylmissbrauch, mögliche Strafgesetze gegen den politischen Islam, Gefühle nach einem Misstrauensantrag im Parlament, die berittene Polizei und die Cyber-Kriminalität. Der gebürtige Kärntner, der im Oktober 50 Jahre alt wird, will in der BVT-Affäre die „volle Aufklärung“.

Das Wien: Herr Minister, Sie sind seit einem halben Jahr Mitglied der Bundesregierung. Haben Sie sich schon umgewöhnt – vom gewieften Oppositionspolitiker zum Staatsmann?
Kickl: Ob jemand ein Staatsmann ist oder nicht, ist eine Beurteilungsfrage, die Historiker später bewerten werden. Was es besser trifft, ist wohl die Bezeichnung Regierungspolitiker. Und da kann ich durchaus behaupten, dass ich mich sehr gut eingelebt habe. Das ist mir gar nicht so schwer gefallen, weil letztlich die Inhalte, die wir vertreten, doch dieselben geblieben sind. Die Funktion ist natürlich eine andere. Als Regierungsmitglied kann ich Inhalte umsetzen.

Das Wien: Fällt Ihnen ein Reim zum Thema „Sicherheit“ ein?
Kickl: Ja – 133 – Polizei!

Das Wien: Was halten Sie von Quoten bei einer möglichen Zuteilung von Flüchtlingen?
Kickl: Über verpflichtende Quoten braucht man mit mir nicht zu diskutieren. Das wäre ja auch ein Drüberfahren über die Bevölkerung.

› weiterlesen

Zurück