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Harald Raffer

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Im Zeitraffer

Das Gespenst…. Hinter vorgehaltener Hand wird in Wien getuschelt – angeblich stehen doch Neuwahlen ins Haus. Der Unsicherheitsfaktor im Rathaus sei die grüne Partei, die sich demnächst in die Luft sprengen könnte, heißt es.

Und immer wieder wird darauf hingewiesen, dass Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, die zuletzt mit ihrer Forderung nach der City-Maut eine Abfuhr erlitten hat, von ihren Parteikollegen in die Wüste geschickt werden könnte. Andererseits hielt sich die gebürtige Griechin bisher recht wacker. Sie überstand so manch Ungemach wie die Diskussion um das Hochhausprojekt am Heumarkt, die letzte Personaldebatte oder ihre verführte Rückzugsankündigung bei einem möglichen Wahlverlust.

Die seit 2010 in der Stadtregierung vertretende und nicht unsympathische Politikerin kennt alle politischen Tricks, die ihr ein Überleben im Rathaus sichern. Und schließlich könnten die Grünen bei so einem Schachzug selbst aus der Stadtregierung fliegen. Eine andere Form der Koalition wäre die logische Folge. Es geht also um, das „Neuwahl-Gespenst“. Schon jetzt rüsten die Parteien für den „Ernstfall“, auch wenn niemand laut das Wort „Neuwahl“ in den Mund nimmt. Im Gegenteil – SP-Stadträtin Sima glaubt nicht an einen vorgezogenen Urnengang. Andere Stadtpolitiker zeigen sich ebenfalls unaufgeregt.

Für die Vertreter der großen Parteien käme eine vorgezogene Volksentscheidung wohl auch zu früh. Bürgermeister Ludwig will sich noch als Stadtvater präsentieren, Minister Blümel und Klubchef Gudenus feilen an ihrem Bekanntheitsgrad. Und bei den Grünen? Da müsste ein neuer Spitzenkandidat gefunden werden, der wie in Innsbruck die Menschen begeistert. Ein Georg Willi für Wien ist aber nicht in Sicht. Deshalb dürfte das „Neuwahl-Gespenst“ noch lange herumgeistern. Bis zum regulären Plebiszit.

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