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Ein Vollblut-Politiker

Dr. Michael Ludwig will „Brücken bauen“. Der promovierte Politikwissenschaftler wird demnächst Bürgermeister.

Er wurde am 3. April 1961 in „seinem“ Wien geboren, ist langjähriger „roter“ Politiker, erfahrener Wohnbaustadtrat, war einige Jahre Vizebürgermeister bzw. Landeshauptmann-Stellvertreter und ist seit 27. Jänner dieses Jahres der neue Wiener SPÖ-Vorsitzende: Dr. Michael Ludwig. In wenigen Wochen übernimmt er von seinem Vorgänger Dr. Michael Häupl auch die Bürgermeisterwürde. Er hat bekanntlich kürzlich das „Duell“ gegen den geschäftsführenden SP-Klubchef Andreas Schieder gewonnen. Mit 57 gegen 43 Prozent.

Ein kurzer Blick in den Lebenslauf des neuen SP-Chefs von Wien: Nach der HAK-Matura folgten der Präsenzdienst und das Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Uni Wien. Ludwig promovierte zum Dr. phil., war Kursleiter in der Erwachsenenbildung und Pädagogischer Assistent an einer Volkshochschule. Der künftige Stadtchef wurde 1991 Landesstellenleiter des Dr. Karl-Renner-Instituts Wien und Bildungssekretär der SPÖ Wien. Die Volksbildung war bisher Ludwig stets ein großes Anliegen. Außerdem ist er Vorsitzender des Bruno-Kreisky-Archivs. Ludwig ist in Floridsdorf aufgewachsen. Das hätte ihn, so der Vollblut-Politiker, auch „massiv geprägt“. Sein Vorbild? Bruno Kreisky. Sein Lebensmotto scheint er von Häupl übernommen zu haben: „Durch das Reden kommen die Leute zusammen“. Seine politische Laufbahn begann Ludwig 1994 als Bezirksrat in Floridsdorf. 1999 wechselte er als Abgeordneter in den Wiener Landtag bzw. Gemeinderat. Bei der Umbildung der Wiener Stadtregierung wurde er am 22. Jänner 2007 zum Amtsführenden Stadtrat ernannt und folgte damit Werner Faymann nach.

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