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Wiener ÖVP-Klubchefin DI Elisabeth Olischar beim Gespräch
© Peter Berger - www.reporter.co.at

Interview | Politik

„Die Stadtentwicklung in Wien liegt mir sehr am Herzen!“

„Das Wien“-Gespräch mit der neuen Wiener VP-Klubchefin DI Elisabeth Olischar. Die junge Politikerin freut sich über die hohe Anzahl von Funktionärinnen in ihrer Partei. Die 30-Jährige spricht von einer „aktiven Oppositionsarbeit“.

Im Büro der 30-jährigen Diplomingenieurin Elisabeth Olischar im Wiener Rathaus fallen sofort farbenprächtige und höchst moderne Bilder auf. Die Stadtentwicklungs-Expertin bekleidet seit Juni das Amt der Wiener ÖVP-Klubchefin. Harald Raffer („Das Wien“) sprach mit der begeisterten Jägerin über ihre neue Funktion, Quoten-Frauen, Oppositionsarbeit und Landschaftsplanung. Auch für Olischar steht eindeutig fest – bei einer Wiener Wahl geht Europaminister Gernot Blümel als Spitzenkandidat ins Rennen.

Das Wien: Sie sind seit 2016 im Wiener Landtag vertreten und als 30-jährige Abgeordnete seit Juni dieses Jahres Wiener VP-Klubobfrau. Sind Sie eine Karrierefrau?
Olischar: Ich arbeite gerne und widme mich dabei immer neuen Herausforderungen. Schon nach der Wahl 2015 wurde ja festgelegt, dass ich nach der Halbzeit den Klubvorsitz übernehmen werde. Das wurde jetzt umgesetzt. Es hat mich gefreut, dass ich diese neue Aufgabe übernehmen durfte.

Das Wien: Sie haben sich mit Raum- und Landschaftsplanung beschäftigt bzw. diese Fächer studiert. Ist die Städteplanung eine Herzensangelegenheit von Ihnen und was würden Sie, wären Sie morgen Bürgermeisterin, sofort ändern?
Olischar: Das sind definitiv Punkte, die mir tatsächlich sehr am Herzen liegen. Gerade in den Bereichen Stadtplanung und Stadtentwicklung gehört in Wien noch viel gemacht. So könnte man die Stadt noch stärker zum Wasser „bringen“. Die Donau wird nämlich eher als trennendes Element wahrgenommen. Dabei besitzt Wasser ein enormes Potential, um eine Stadt gestalten zu können. Ich denke an die Hausbootszene oder an schwimmende Märkte. Gerade die Stadtplanung ist ein Zukunftsthema. Die Stadt wächst – und da brauchen wir Visionen. Wir sollten die Rahmenbedingungen so definieren, dass es eine Planungssicherheit gibt, also rechtliche Rahmenbedingungen. Es wäre ein Gebot der Stunde, dass die Stadtregierung festlegt, in welche Richtung sich unsere Stadt entwickeln soll. Wien ist das einzige Bundesland, das über kein Raumordnungsgesetz verfügt.

Das Wien: Was sagt Ihnen folgender Begriff: „Die ästhetische Wirkung von Vertikalbegrünung im Innenraum“?
Olischar: Natürlich viel! Ich habe mich ja in meiner Diplomarbeit damit beschäftigt. Wandbegrünungen haben mich schon lange fasziniert, also das Begrünen von Fassaden. Deshalb habe ich mich bei meinem Studium mit diesem Thema auseinandergesetzt . Gerade diese Art der Begrünung könnte in unserer Stadt einen Beitrag für ein besseres Klima leisten. An heißen Sommertagen sind grüne Fassaden eine tolle Sache!

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