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Anstöße
Von Dompfarrer Toni Faber

Ein Fest gegen die Schwerkraft

Die Wochen der vorösterlichen Fastenzeit fallen manchen schwer. Viele konzentrieren sich auf unterschiedliche Formen des Verzichts. Nicht alles gelingt gleich, und bald schon fliegt so mancher Vorsatz über Bord.

Der Sinn des Fastens ist jedoch weniger das angestrengte Verzichten als vielmehr die Vorbereitung auf das Aufsteigende. Im Hinschauen und Einüben der richtigen Bewegung geht es besser und leichter. Das gilt für meine physiotherapeutischen Übungen, die ich nach meinem Skiunfall bedingten Armbruch zu absolvieren habe, um die volle Bewegungsfreiheit wieder zu erlangen. Umso mehr gilt es für jede Form des traditionellen Dreischritts im Fasten:

  • Freie Zeiten schaffen, die ich der hektischen Arbeit oder auch relativ sinnlos vertaner Tätigkeiten abtrotze – um ruhiger zu werden und wieder ins Lot zu geraten. Echte Muße finden – um wieder geerdet und zugleich offen zu sein für das, was von oben kommt. Man könnte auch beten dazu sagen.
  • Bewusster auf das achten, was ich mir vielleicht unbewusst einverleibe – um damit nicht nur die Arbeit von Magen und Darm zu erleichtern, sondern auch um Herz und Geist zu erfrischen und freier und offener zu halten.
  • Meinen Besitz anschauen – um mir zu vergegenwärtigen, dass ich nichts davon in die Ewigkeit mitnehmen kann. Wieviel Freude kann ich schenken, wenn ich zum Teilen bereit bin! Oft sind die größten Freuden die, die wir anderen bereiten.

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