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Keine sauren Gurken…

Saure Gurken? In der heißen Zeit des Jahres stellt dieses Gemüse eine willkommene kulinarische Abwechslung dar. Saure-Gurken-Zeit? Vor allem in den Redaktionen. Das gab es einmal. Zu einer Zeit, als die wichtigsten Institutionen mit ihren Mitarbeitern den Sommerurlaub angetreten sind. Etwa das Gericht, Politiker mit ihren Abteilungen, Bezirksbehörden, diverse Ämter, Funktionsträger usw. Die Saure-Gurken-Zeit gibt es längst nicht mehr, auch kein „Sommer-Loch“. Es ist – nicht zuletzt durch die zunehmende Digitalisierung unseres Lebens – immer „was los“. Selbst die Journalisten brauchen sich nicht zu beklagen – auch ohne „Sommergespräche“ ereignet sich viel, lässt der Redaktionsstress keinesfalls nach. So sorgt „Das Wien“ Monat für Monat dafür, dass die Wienerinnen und Wiener gratis mit interessanten News versorgt werden. In der aktuellen Ausgabe finden Sie nicht nur, wie gewohnt, Beiträge von Sportikone Edi Finger jun., Dompfarrer Toni Faber, Theaterdirektor Gerald Pichowetz, Greenpeace-Spezialisten und einen „Zeitraffer“, sondern ein ausführliches Exklusiv-Interview mit Innenminister Herbert Kickl (FP). Dabei gesteht der Minister, dass er knapp 10 Jahre nach dem tödlichen Unfall seines Idols immer noch an Jörg Haider denkt und sich dabei oft die Frage stellt, „wie hätte der Jörg das bewältigt“, „was hätte er wohl zu dieser Geschichte gesagt“? Der Herr über Österreichs Polizistinnen und Polizisten fordert zudem weitere strafgesetzliche Maßnahmen gegen den politischen Islam. Die neue und junge Wiener ÖVP-Klubobfrau DI Elisabeth Olischek wünschte sich in unserem Gespräch mehr Visionen von der Stadtregierung – vor allem im Bereich der Stadtentwicklung. Und der Wiener FP-Klubobmann Anton Mahdalik kritisiert erneut die Rathaus-Spitze. Die „rote“ Stadträtin Mag. Uli Sima will hingegen den Dreck aus den Öffis verbannen und Mahlzeiten in der U-Bahn verbieten.

Nach spannenden Hintergrundberichten mit den Botschaftern von Großbritannien und Russland setzen wir unsere Serie über Botschaften in Wien fort – mit einem ausführlichen Interview mit dem Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Wien, Mr. Hamad Al Kaabi. Es geht dabei um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Alpenrepublik und dem Wüstenstaat, um mögliche Klischees, um Jemen und den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus.

Die ersten Wochen unter Österreichs EU-Vorsitz sind bereits vergangen, einige Veranstaltungen und Treffen der Minister gehören schon wieder der Geschichte an. Kurz und Blümel machen derzeit zwischen den gelben Sternen eine ganz gute Figur. Zweifellos ein Dauerthema: Der Brexit. Diskutiert werden auch Maßnahmen des US-Präsidenten Trump, der den russischen Staatschef Putin nach Washington eingeladen hat. Und der US-Präsident erntet dafür heftige Kritik. Warum? Kein Zweifel, Trump hat Freund und Feind schon mit Aktionen überrascht, die Anlass zur Kritik geben könnten. Aber warum sollten sich nicht die beiden Staatschefs der Supermächte persönlich treffen, um keinen kalten Krieg aufkommen zu lassen? Persönliche Gespräche – egal, wer eigentlich wen laut selbst ernannten Beobachtern über den Tisch zieht – sind die besten Waffen gegen mögliche Auseinandersetzungen und drohende Konflikte. So gesehen sollten sich Trump und Putin noch öfters treffen.

Heinz Knapp,
Herausgeber


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